Tortilla

Sicherlich eines der bekanntesten, spanischen Tapas-Gerichte: Die Tortilla. Es gibt sie in etlichen Variationen: mit grünem Spargel, mit Spinat, mit Paprikawurst, mit Tomaten und Paprika, und, und, und. Doch die klassischste Version ist die Tortilla de Patata, also jene mit Kartoffeln. Zwar sind die Zutaten recht übersichtlich und man könnte meinen, sie wäre recht leicht herzustellen - aber es ist erstaunlich, welches Geschick es bedarf, und wie unterschiedlich das Ergebnis je nach dem ausfallen kann. Wie bei allen Gerichten steht und fällt der Geschmack sicherlich mit den verwendeten Zutaten: Kartoffeln sind nicht gleich Kartoffeln und Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Dass es bei den Kartoffeln festkochende, vorwiegend festkochende oder mehligkochende und mehligkochende Sorten gibt, ist langläufig bekannt, sodass wir hier nicht weiter auf die Sorten (wie z.B. Adretta, Agata, Charlotte, Sieglinde) eingehen. Für die Tortilla bieten sich die mehligen gegenüber den festen Sorten in jedem Fall an. Und auch bei dem Olivenöl kann man Dinge schief machen. Wir greifen auf das Öl der Sorte Picual zurück, da es sich hervorragend zum Braten und Dünsten bei höheren Temperaturen eignet, ohne zu verbrennen.
Doch auch die Eier spielen eine Rolle, schmeckt man schließlich den Unterschied zwischen extensiv auf einer grünen Wiese gehaltenen Hühnern gegenüber denen aus der Intensivhaltung mit Kraftfutter deutlich heraus.

Tortilla - Es kommt auf die Zubereitung an

Doch die eigentliche Kunst beginnt bei der Zubereitung. Die Kartoffeln (und Zwiebeln) dürfen weder zu dick noch zu dünn geschnitten werden. Die Eier müssen gut verquirlt werden, ohne jedoch schaumig zu sein. Die Pfanne muss zunächst so heiß, wie möglich erhitzt werden, um dann schnell auf mittlerer Hitze reduziert zu werden. Und vor Allem muss die Tortilla häufig gewendet werden. Je mehr desto besser.
Denn nur so erhält man die gewünschte Konsistenz und den richtigen Geschmack.

Hat man einmal den Trick heraus, gibt es nur wenige die einer Tortilla auf dem Tisch oder Buffet widerstehen können. Man kann die Tortilla zusammen mit Salmorejo, Alioli, einfacher Mayonnaise, in einem Sandwich, oder einfach nur pur zu einem Glas Fino essen.

45 Minuten
für 4 Personen
Schwierigkeit
Zutaten
Zubereitung

Die Kartoffeln und Zwiebeln werden zunächst geschält und gewaschen. Dann schneiden wir die Kartoffeln in 1/2 cm dicke Scheiben und die Zwiebeln in relativ dünne Ringe. Da die Kartoffeln zum Garwerden länger benötigen, als die Zwiebeln gibt es zwei Möglichkeiten: entweder werden die Zwiebeln erst angedünstet, aus dem Olivenöl genommen und später zu den fertigen Kartoffeln gegeben (Sicherlich die aufwändigere, aber auch sicherere Variante) oder aber man gibt sie nach der Hälfte der Garzeit zu den dünstenden Kartoffeln hinzu. Während die Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlere Hitze vor sich hin brutzeln, kann man die Eier aufschlagen. un mit einer ordentlichen Prise Salz abschmecken. Sobald die Kartoffeln weich sind, lässt man das Öl abtropfen und gibt sie anschließend zu den verrührten Eiern hinzu. Am Besten stammpft man die Kartoffeln mit Hilfe eines Schneebesens grob in die Eiermasse.
Man erhitzt die Pfanne, gibt 2-3 EL Olivenöl hinzu und schüttet sofort die Eiermasse hinein. Die Pfanne sollte ständig leicht bewegt werden, damit die Tortilla nicht anbrennt. Bereits nach einer halben Minute wird das erste Mal mit Hilfe eines Tellers gewendet. Danach wird auch das Feuer der Herdplatte auf mittlere Stufe gemildert. Die Tortilla sollte noch weitere 5-6 Mal im Abstand von ca. 1-2 Minuten gewendet werden.

spanish tortilla with potatoes and onios

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