Spanisches Olivenöl der Sorte Arbequina

Die Sorte Arbequina ist vermutlich der Shooting Star der letzte Jahre. So nimmt die angebaute Fläche Jahr für Jahr beachtlich zu. Hintergrund hierfür sind sicherlich ihre große Akzeptanz auf dem Markt, aber auch ihre Eignung für den superintensiven, industriellen Anbau und ihres hohen Ertrages (27 kg/Baum).

Die ideale Frucht für den intensiven Anbau

Der Name Arbequina leitet sich von dem kleinen, katalanischen Ort Aberca her. Die Früchte dieser Sorte sind sehr klein und ähneln denen der wilden Olive (Olea europaea var. sylvestris, auch Acebuche genannt). Die geringe Größe wird jedoch durch den reichhaltigen Behang je Baum kompensiert. Der Baum ist kleinwüchsig, sodass er sich hervorragend für den Anbau in Spindeln, bzw. Superspindeln eignet, dass heißt in Form von engstehenden Hecken. Die Oliven lösen sich nur sehr schwer von den Zweigen, sodass eine traditionelle Ernte mittels Abschlagen oder Abkämmen erschwert wird. Auf extensiven Flächen erfolgt deswegen die Ernte von Hand. In den intensiven Anlagen kommen Vollernter zum Einsatz - Maschinen, welche die Oliven vollautomatisch beim Überfahren des Baumes herunter kämmen. Bereits im 2. Standjahr ist eine erste Ernte möglich.

Die Blüte erfolgt in der ersten Maihälfte, und die Reife der Früchte mit Anfang Dezember relativ spät, wobei jedoch die Verfärbung bereits Mitte Oktober beginnt. Die reifen Oliven sind schwarz gefärbt.

Arbequina - eines der mildesten Olivenöle

Die Qualität des frischen Olivenöles der Arbequina gilt als sehr gut. Es gehört in die Gruppe der fruchtigen, süßen Olivenöle mit wenig Schärfe oder Bitterkeit (Geschmacksgruppe I), vergleichbar mit einem Sevillenca oder Dulzal. Als Nachteil muss seine geringe Haltbarkeit angesehen werden, sodass sich dieses Öl nicht für die Lagerung eignet und innerhalb weniger Monate verbraucht werden sollte.

In Spanien gibt es zwei geschützte geografische Ursprünge, welche sich auf die Sorte stützen: D.O. Les Garrigues und D.O. Siurana. Neben Spanien mit seinen 900 km² ist Argentinien der Haupterzeuger von Arbequina-Olivenöl.

Quellen:

  • Rallo, L., Barranco, D., Caballero, J.M., Del Rio, C., Martín, A., Tous, J., Trujillo, I. (Hrsg.) (2005): "Variedades de olivo en España". Junta de Andalucía, MAPA und Ediciones Mundi-Prensa. Madrid.
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