Pestiños zu Allerheiligen und Halloween

Auch wenn heutzutage alle Welt nur noch an Kürbisköpfe zum 31. Oktober – also an Halloween – denkt, gibt es den eigentlichen Festtag danach: Allerheiligen am 1. November, oder Todos los Santos, wie der Feiertag auf spanisch heißt. Und wie immer bei alten, traditionellen Festen gibt es begleitend eine kulinarische Tradition. In Spanien sind dies unter anderem Gachas, Buñuelos und Pestiños. Gerade letztere, die Pestiños, finden sich in den Häusern unserer Freunde und Familien in der Sierra Mágina. Vielleicht liegt dies auch daran, dass es hier an der Hauptzutat für dieses Gebäck nicht fehlt: dem Olivenöl.
Will man Wikipedia glauben, dann reichen die Ursprünge der Pestiños tief bis ins Mittelalter. So findet sich bereits in dem Werk "La Lozana andaluza" von Francisco Delicado aus dem Jahr 1528 ein Hinweis auf diese. Auch gibt es schriftliche Erwähnungen um 1791 in dem Stück "Los Locos de Mayor Marca", sowie in der Arbeit "El sombrero de tres picos" (1874) von Pedro Antonio de Alarcón. Der Pestiño ist eng verwand mit der marokkanischen Shebbakiyya, so dass man fast auf einen gemeinsamen Ursprung – vermutlich zur Zeit der andalusischen Kalifen – schließen kann. Denn auch eine enge Bindung zu religiösen Festen ist bei beide Gebäcke gegeben.

"Matalahúga", Zitrone und Fino sorgt für das Aroma der Pestiños

Während auf der anderen Seite der Meerenge von Gibraltar Sesam ("ajonjolí") einen zusätzlichen Geschmack gibt, ist es in Jaén vor allem der Anis, oder auch "Matalahúga" genannt. Dieser wird zusammen mit Zitronenschalen frittiert und geben dem Olivenöl ihr Aroma ab. lemons with +34 tastepurenature olive oilAuch kommt in Andalusien anstelle des Weißweines vor allem der "Fino" zum Einsatz – ein trockener Sherry-Wein – welcher kräftiger im Geschmack ist.
Vielfach sieht man, dass das eher trockene Gebäck zusätzlich mit flüssigem Honig beträufelt wird. Uns jedoch reicht der Zucker.
Pestiños with +34 tastepurenature olive oil
Spaß macht das Pestiños backen allemal, vor allem Kindern, was wir regelmäßig in der Woche vorher im Kindergarten erproben dürfen.

1 Stunde
für 4 Personen
Schwierigkeit
Zutaten
  • 1 Glas (250 ml) Weißwein
  • 1 Glas +34 Taste Pure Nature Olivenöl
  • Schale einer Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teelöffel Anis (od. 1 Gläßchen Anischnaps)
  • ca. 750 g Weizenmehl
  • Zucker (zum Bestäuben)
  • Olivenöl zum Ausbacken
Zubereitung

In einer Pfanne erhitzen wir vorsichtig das Olivenöl, und frittieren hierin für 1-2 Minuten die Zitronenschale, bzw. auch kurz vor Ende die Anissamen, sofern wir uns gegen den Schnaps entschieden haben. Wir entfernen die Zitronenschale (und Samen) und geben das Öl zusammen mit dem Weißwein, der Prise Salz und ggf. mit dem Anisschnaps in eine Rührschüssel und machen genau dies: Rühren. Jetzt geben wir das Mehl portionsweise dazu und rühren und kneten weiter, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Nach einer 30 minütigen Ruhezeit nehmen wir kleine, Walnussgroße Portionen weg, und rollen diese zu kleine Vierecke aus. Die beiden gegenüberliegende Teigecken drücken wir zusammen und lassen diese in eine tiefe Pfanne oder schweren Topf mit heißem Olivenöl gleiten. Sobald die Pestiños goldbraun gebacken sind, nehmen wir diese aus dem Öl heraus, lassen sie auf Küchenpapier abtropfen und bestäuben sie mit reichlich Zucker. Die Pestiños müssen dann noch abkühlen, bevor sie gegessen werden können. In einer verschlossen Dose halten sie sich recht gut.

Pestiños - A typical pastry for All Saints

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