Kleine Warenkunde zum Thema Qualität von Olivenöl

Olivenöl wir in verschiedenen Güteklassen - sprich Qualitätsstufen - hergestellt und vermarktet. Die Stufen heißen "natives Olivenöl extra", "natives Olivenöl", "Lampantöl", "Raffiniertes Olivenöl", "Olivenöl - bestehend aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl", "Rohes Oliventresteröl", "Raffiniertes Oliventresteröl", "Oliventresteröl", wobei an die Verbraucher nur "natives Olivenöl extra", "natives Olivenöl", "Olivenöl - bestehend aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl" und "Oliventresteröl" verkauft werden darf. Hierbei hat das native Olivenöl die höchste Qualitätsstufe. Festgeschrieben ist das Ganze durch die Verordung (EU) 1308/2013. Mittlerweile gibt es auch eine recht beachtliche Vielzahl an Untersuchungsmethoden, mit denen man überprüfen kann, welcher Qualitätsstufe ein Olivenöl angehört. Für die versierten Chemiker gibt es in der Verordnung (EU) 2568/91 ausführliches Lesematerial. Überprüft wird das Ganze durch die öffentlichen Untersuchungsämter, durch die Privatwirtschaft, durch Kontrollorgane und auch Verbraucherschutzorganisationen.

Doch was steckt eigentlich hinter diesen Qualitätsstufen?

Um zum Beispiel ein "natives Olivenöl extra" zu erreichen, braucht man zu 100% gesunde Früchte. Alles was irgendwie am Baum beschädigt wurde, gammelig ist, Dreck anheften hat, ranzig wurde, usw. würde schon in kleinen Mengen zu deutlichen Fehlnoten führen. Deswegen muss bei diesem Olivenöl die Ernte schnell erfolgen, dürfen die Früchte nicht lange lagern, darf nur von pflückfrischen Oliven gemahlen werden, müssen die reif heruntergefallenen Früchte auf dem Boden liegen bleiben und darf die Ölmühle nur bei Zimmertemperatur mahlen. Wie so ein Verfahren aussieht, haben wir an anderer Stelle in unserm Blog beschrieben (http://tastepurenature.de/blog/olivenernte/). Ärgerlich sind diese Jahre, an denen die Olivenfliege massiv auftritt und viele Früchte vor der Ernte am Baum beschädigt. Oder auch die Jahre, wo durch Hagel oder Stürme Früchte kaputt gehen, oder kurz vor der Ernte vom Baum fallen. Denn dann wird das "native Olivenöl extra" besonders knapp.
Bei dem "nativen Olivenöl" kann auch schon Mal die ein oder andere schlechtere Frucht mit herein rutschen. Das führt dann zu geschmacklichen Fehlern, und somit zur Abstufung. Aber auch hier darf nicht mit der Temperatur gespielt werden.
Bei den raffinierten Olivenölen wird durch heißem Wasserdampf und chemischen Verfahren das Öl behandelt, um alle möglichen Fehler wegzubekommen. Diese Öle schmecken dann aber nicht mehr nach Olivenöl und müssen deswegen mit einem der beiden anderen, nativen Olivenöle vermischt werden.

Warum ist das "native Olivenöl extra" so wertvoll?

Wie man sich vorstellen kann, ist es viel schwieriger ein "natives Olivenöl extra" herzustellen, als all die anderen Qualitätsstufen, vor allem, weil hier die Bauern und die Ölmühle Hand in Hand in die Richtung der guten Qualität gehen müssen. Deswegen ist dieses Olivenöl auch so wertvoll und teuer. Und da die letzten zwei, drei Jahre keine guten Jahre für die Olivenbauern waren (geringere Ernte, allgemein schlechtere Qualität der Früchte), sind die Preise für dieses Olivenöl extrem nach oben geschossen.

Sicherlich ist der Preis kein Garant für Qualität, aber zumindest ein Indiz. In jedem Fall empfiehlt es sich das Etikett genau durchzulesen: Welche Qualität hat das Olivenöl wirklich? Ist es ein reines Olivenöl aus einem Ursprung, oder ein Verschnitt aus vielen Ländern (man trinkt ja auch lieber den Wein aus Baden, aus Bordeaux oder aus dem Rioja und nicht eine Mischung aus deutschem, chilenischem und kalifonischen Wein...)? Hat es zusätzliche Qualitätsmerkmale, wie DO oder DOP?

Aber letztlich ist es eine Frage des Geschmackes und dieser entscheidet über den Preis den man bereit ist für ein Produkt zu bezahlen. Und über den Geschmack lässt sich nicht streiten. Und für die „guten Geschmäcker“ haben wir hier einen Vorschlag: +34 Taste Pure Nature Olivenöl im halben Liter.

+34 Taste Pure Nature natives Olivenöl extra mit sehr guter Qualität

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