Empanada, ein herzhaftes Gebäck aus Spanien

Letzte Woche gab es spanischen Sonntagsbrunch. Schinken, Chorizo und Ziegenkäse schmückten den Tisch. Aber es gab dort auch „exotische“ Dinge, wie unsere Empanada-Variante. Und da wir im Anschluss regelrecht nach diesem Rezept ausgefragt wurden, haben wir es hier für alle zum Nachkochen aufgeschrieben:
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Ob mit Fisch oder Fleisch, im Blätter- oder Hefeteig: alles sind Empanadas

Empanadas gehören sicherlich zu den Klassikern unter den spanischen Gerichten. Bekannt ist sie vor allem als "Empanada gallega", gefüllt mit Thunfisch, Paprika und Tomate. Es gibt sie aber auch als Fleischvariante, oder mit gekochtem Schinken und Käse. Und auch der Teig reicht von einfachem Knetteig, über Hefeteig bis Blätterteig.
Viele legen den Ursprung nach Galicien ins 15. Jahrhundert, da sie offenbar unter den Jakobs-Pilgern, welche dort zum ersten Mal auf das Gericht gestoßen sind, recht populär wurde, und diese dann zu Hause von dem „galicischen“ Gericht geschwärmt haben. Doch wird der Ursprung vermutlich noch weiter zurück reichen und wahrscheinlich auch in andere Regionen, steht die Empanada doch in direkter Verwandtschaft zur mallorquinischen Panada, der italienischen Panzerotti, oder dem türkischen Börek. Ob es also die Phönizier, Griechen oder aber die Römer waren, welche das Gericht nach Spanien gebracht haben, oder die Pilger von Spanien auf dem umgekehrten Weg das Rezept in Ihre Heimat getragen haben ist vollkommen ungewiss.

Empanadas haben es in sich

Im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnet die Empanada - hergeleitet von dem Verb empanar, welches sich wiederum aus lateinischen panis (Brot) und der Vorsilbe em- (für herein, innen) ableitet - ein „gefülltes Brot“. Wahrscheinlich ging es bei der Empanada in erster Linie um die Haltbarmachung des Fleisches, welches durch das vollständige Einbacken in das Brot, für ein paar Tage gelagert werden konnte. Einige Historiker gehen davon aus, dass es vor allem Hirten waren, die diese Art der Haltbarmachung für sich entdeckt und entwickelt haben.
Doch wem auch immer die Empanada zuzusprechen ist: fest steht, dass sie bei uns und unseren Freunden immer wieder gerne gegessen wird. Vor allem als Tapas, als ein leckeres Abendessen, oder eben als herzhafte Alternative beim Sonntagsbrunch.

2:00 Stunden
für 6 Personen
Schwierigkeit
Zutaten

Für den Teig

  • 300 g Weizenmehl
  • 3-4 Esslöffel
    +34 Taste Pure Nature Olivenöl
  • 25 g Butter
  • 1 Ei
  • 1/2 Glas (65 ml) Wasser
  • 1/2 Glas (65 ml) trockener Sherrywein (oder Weißwein, bzw. Wasser)
  • Salz
  • Mehl zum Bestäuben

 

Für die Füllung

  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Paprika
  • 6 Tomaten
  • 5-6 Esslöffel
    +34 Taste Pure Nature Olivenöl
  • 1 Ei
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Dose Thunfisch
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
Zubereitung

Wie bereits erwähnt, gibt es keine Festlegung, welcher (Brot-)Teig verwendet wird, wir jedoch haben uns für die einfachere Version entschieden. Hierfür kneten wir die Zutaten für den Teig kräftig durch, bis Letzterer eine geschmeidige Konsistenz erreicht. Den Teig lassen wir anschließend eine halbe Stunde ruhen, damit sich der Kleber schön entwickeln kann.
Während der Teig ruht, kann die Füllung vorbereitet werden: Als erstes würfelt man die Zwiebeln, die Knoblauchzehen, die Paprika und die Tomaten in kleine Stücke. Die Zwiebeln werden in einer großen Pfanne mit dem Olivenöl angedünstet. Sobald sie glasig sind, gibt man den Knoblauch und die Paprikawürfel hinzu. Wird der Paprika weicher, folgen die Tomaten und ggf. 1/2 Glas Wasser oder Wein. Die Soße lässt man auf mittlerer Hitze 20 Minuten einkochen. In der Zwischenzeit wird das Ei fest gekocht und die Petersilie grob gehackt.
Wenn die Soße eine dickliche Konsistenz erreicht hat, gibt man den Thunfisch, die Petersilie und das zerdrückte, hartgekochte Ei hinzu (sollte die Füllung danach noch zu flüssig erscheinen, kann dies durch ein wenig Paniermehl behoben werden).
Der Teig wird geteilt und auf einer bemehlten Arbeitsplatte in zwei runde, etwa esstellergroße und möglichst dünne Platten ausgerollt. Eine der Platten legen wir auf ein mit Backpapier bestücktes Backblech. Wir verteilen die die Füllung auf dem Teig, lassen hierbei einen 1-2 cm großen Rand, welchen wir mit etwas von dem Eigelb bepinseln. Anschließend legen wir die zweite Teigplatte oben auf. Damit die Empanada gut verschlossen ist, rollt man die Ränder leicht auf.
Die Empanada wird im vorgeheizten Ofen für etwa 30-40 Minuten bei 180°C Umluft gebacken. Nach der Hälfte der Backzeit bestreicht man die Empanada mit dem restlichen Eigelb, damit sie eine schöne, goldene Farbe bekommt.

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